Geschichte und Gegenwart.

Altona, mit dessen Ethik sich die Stadt Hamburg heute gerne schmückt, hat viele Höhepunkte dieser freiheitlichen Weltanschauung erlebt. Die Pressefreiheit in Altona vom 14. September 1770 lockte viele Schriftsteller der Aufklärung hierher, Historiker sprechen von der 'Gelehrtenrepublik Altona'. Am 11. Januar 1933 verlas Probst Heinrich Sieveking in der Altonaer Hauptkirche das 'Altonaer Bekenntnis'. Darauf gründete sich die christliche Widerstandsbewegung gegen die NS-Herrschaft. Nach dem Altonaer Bekenntnis hat der Staat zwar das Recht, seine Macht einzusetzen, muss aber seine Autorität durch Leistung rechtfertigen.

Für die Tradition von Freiheit und Aufklärung in Altona steht auch der Altonaer Fischmarkt. Wer mit dem eigenen Wagen kam, zahlte kein Standgeld. Die Finkenwärder Elbfischer waren in Altona gleichberechtigt, in Hamburg unterlagen sie einem (str)eng limitierten Markt. Das sind aus heutiger Sicht unzulässige Marktbeschränkungen, denn der freie Zugang ist das A und O einer freien Marktwirtschaft. Wenn das Bezirksamt der Stadt Altona heute von sich sagt, sie betreibe am Ort des liberalen Altonaer Fischmarkts den Hamburger Fischmarkt, so stemmt sich die Behörde gegen die Altonaer Tradition von Freiheit und Offenheit.

>> Wikipedia über den Fischmarkt
>> O-Ton Fischmarkt abspielen (mp3)

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