Fischmarkt Altona. Die Themen.

Nach einem Jahr Wohnen und Arbeiten am Fischmarkt hat der Freistern Verlag die Notwendigkeit erkannt, ein Buch über Fischmarkt Altona zu machen. Seit 303 Jahren jeden Morgen zwischen Morgengrauen und halb zehn (früher nur bis halb neun), bei Hochwasser, zu Weihnachten, immer. Menschen aus allen sozialen Schichten besuchen den Markt, schauen und staunen, amüsieren und wundern sich. So adrett wie er heute aussieht, wurde er in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts geplant. Die Anlieger genießen die Elblage, die Gaststätten haben eine entspannte Atmosphäre. Aber das allein wäre kein Thema für ein Buch.

Der Autor hat dem Volk aufs Maul geschaut. Denn das Volk hat viele Fragen, die kein Reiseführer wirklich beantwortet: „Warum ist das denn nur sonntags morgens?“ fragen die Leute, die zu spät kommen oder mittwochs in der Frühe suchend umherirren. „Wer kauft heute noch lebende Hühner auf dem Markt?“ Stimmt, was eine Schwäbin unkt: „Die machet bestimmt Hahnekämpfe!!!“ „Ist doch alles verfault!“, miesepetert eine Wandsbeker Hausfrau. Wirklich? Und wenn doch: „Was macht man mit drei Kisten Feigen für einen Euro?“ „Bei Hochwasser passiert hier doch nischte!“, belehrt ein Berliner Tourist die Einheimischen, die nur grinsen. Was passiert hier bei Hochwasser wirklich?
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